Werkstätten ermöglichen den Menschen
mit Behinderung durch individuelle Hilfe die
Teilhabe am Arbeitsleben

Die LAG WfbM Baden-Württemberg

Was sind Werkstätten für behinderte Menschen?

WfbM sind definiert als Einrichtungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben (§ 136 SGB IX). Sie sind gemeinnützige Dienstleister in der Begleitung behinderter Menschen im und zum Arbeitsleben. 

Was bieten Werkstätten für behinderte Menschen?

Sie bieten denjenigen Menschen mit Behinderung, die wegen Art oder Schwere der Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, einen Arbeitsplatz oder Gelegenheit zur Ausübung einer geeigneten Tätigkeit.  Sie bieten Unterstützungsstrukturen, damit diese Personen am Arbeitsleben teilhaben können. Auf die Art oder die Ursache der Behinderung kommt es nicht an.

Wer kann in eine Werkstatt für behinderte Menschen aufgenommen werden?

Grundsätzlich besteht ein Aufnahmeanspruch des Menschen mit Behinderung. 

Welche Aufgaben haben Werkstätten für behinderte Menschen?

WfbM sind berufliche Rehabilitationseinrichtungen. Sie muss es den Menschen mit Behinderung ermöglichen, ihre Leistungsfähigkeit zu entwickeln, zu erhöhen oder wiederzugewinnen und ein dem Leistungsvermögen angemessenes Arbeitsentgelt zu erreichen. Es ist die vorrangige Aufgabe der Werkstätten durch individuelle Hilfen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Zugleich sollen WfbM wirtschaftliche Arbeitsergebnisse erzielen. 

Wie erfüllen Werkstätten ihre Aufgaben?

WfbM bieten ein breites Angebot an Berufsbildungs- und Arbeitsplätzen verfügen über qualifiziertes Personal und einen begleitenden Dienst. Die Arbeit spielt eine sehr große Rolle. Sie zeigt, dass man dazu gehört, sie steigert das Selbstbewusstsein. Gleiche Arbeit an gleichen Maschinen. Gleiche Werkzeuge. Identische Werkstoffe und dieselbe Fachsprache. Gleiche Qualität. Die Unterstützungsstrukturen der WfbM bestehen in einer förderlichen Arbeitsumgebung, adäquaten Arbeitsmöglichkeiten und einer angemessenen beruflichen Bildung. WfbM sind Meister in angepasster Arbeit. Für die Werkstattbeschäftigten ist selbstverständlich, dass ihre Arbeit höchste Qualitätsanforderungen erfüllt. 

Aufträge an die WfbM:

Zuverlässigkeit und Standortdichte machen es ortsansässigen Unternehmen leicht, mit WfbM zu kooperieren.
Arbeitgeber, die an anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen Aufträge erteilen, können 50 % des auf die Arbeitsleistung der Werkstatt entfallenden Rechnungsbetrags auf die Ausgleichsabgabe anrechnen (vgl. § 140 SGB IX).